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Mehr Open Data in Braun­schweig – Kom­pen­sa­ti­ons­flä­chen­ka­ta­ster nun öffentlich

Beim Bau von bei­spiels­wei­se Häu­sern, Woh­nun­gen oder Park­plät­zen wird meist in die Natur ein­grif­fen, z.B. wer­den dabei Böden ver­sie­gelt. Als Aus­gleich oder Ersatz dafür muss der Natur etwas zurück gege­ben wer­den – in der Nähe der Bau­stel­le oder an ande­rer Stel­le im Stadt­ge­biet. Die­se Ersatz- oder Aus­gleichs­flä­chen­wer­de­nin einem Plan ver­zeich­net – dem Kom­pen­sa­ti­ons­flä­chen­ka­ta­ster. Gibt es kei­ne Kom­pen­sa­ti­ons­flä­chen mehr, sind auch Ersatz­zah­lun­gen möglich. 

Wo sind die­se Flä­chen in Braunschweig?
Die Ver­öf­fent­li­chung die­ses Kata­sters hat­te Die FRAKTION P² (Die PARTEI | PIRATEN) erfolg­reich bean­tragt, damit sich Ein­woh­ner, Umwelt­ver­bän­de und ande­re Inter­es­sier­te dar­über infor­mie­ren kön­nen. Nun teil­te die Stadt­ver­wal­tung mit, dass erste Daten online ein­seh­bar sind. [1,2,3]


„Die Ver­öf­fent­li­chung ging jetzt viel schnel­ler als gedacht“, freut sich Chri­sti­an Bley (PIRATEN) über die Mit­tei­lung im letz­ten Pla­nungs- und Umweltausschuss.

„Hier wer­den alle erfass­ten Flä­chen – die als Aus­gleich oder Ersatz eine Rol­le spie­len – online für Jeden zugäng­lich gemacht. Das ent­spricht im Ansatz unse­rer For­de­rung nach Open Data – dem frei­en Zugang zu öffent­lich finan­zier­ten Daten, ohne Fil­te­rung oder ande­ren Beschrän­kun­gen. Denn nur mit den Infor­ma­tio­nen gibt es für alle eine Grund­la­ge, um sich eine Mei­nung zu bil­den und mit zu dis­ku­tie­ren. Ohne die­se ist kei­ne Betei­li­gung möglich!

Mit die­ser Infor­ma­ti­ons­grund­la­ge wer­den auch Ent­schei­dun­gen der Ver­wal­tung trans­pa­ren­ter und nach­voll­zieh­ba­rer“, erklärt der Ratsherr.



Open Data / Geoportal
Bei Open Data geht es um die Ver­öf­fent­li­chung von Daten, die durch Behör­den und Par­la­men­te, Gerich­te und öffent­li­che Ver­wal­tung pro­du­ziert wer­den. Hier­bei kann es sich um Geo­da­ten oder Umwelt- und Wet­ter­da­ten, aber auch Ver­kehrs­da­ten, Haus­halts­da­ten, Geset­ze oder Ver­ord­nun­gen han­deln. Ihre Ver­öf­fent­li­chung ermög­licht nachhaltige,demokratische Ent­wick­lung durch Wis­sen und damit die Chan­ce zur Par­ti­zi­pa­ti­on. [4]

„Es wer­den nicht nur ein­fach Flä­chen auf­ge­zeigt, son­dern auch die ersten dazu­ge­hö­ri­gen Bau­vor­ha­ben genannt. So kann jeder Inter­es­sier­te nach­voll­zie­hen, für wel­ches Bau­vor­ha­ben die Ersatz­flä­che ange­legt wur­de. Und mit der ange­kün­dig­ten Erwei­te­rung durch die inter­ak­ti­ve Anwen­dung im Geo­por­tal wird das Kata­ster bald noch benut­zer­freund­li­cher“, führt der pla­nungs- und umwelt­po­li­ti­sche Spre­cher der Frak­ti­on Chri­sti­an Bley aus.

Mit Stand vom 01. März 2019 waren 355 Flä­chen im Kata­ster sowie die sach­be­zo­ge­nen Daten­sät­ze zu ca. 90 Kom­pen­sa­ti­ons­flä­chen ver­zeich­net. Bereits bei der Nach­fra­ge der Frak­ti­on im Okto­ber 2018 teil­te die Stadt mit, dass die Erstel­lung des Kata­sters zügig vor­an­geht. [5]

Quel­len:

[1] https://ratsinfo.braunschweig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1009265
[2]https://ratsinfo.braunschweig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1009265
[3]https://www.braunschweig.de/leben/umwelt_naturschutz/natur/natur_aktuelles.html
[4]http://www.bpb.de/gesellschaft/digitales/opendata/
[5]https://ratsinfo.braunschweig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1011206