Allgemein

Welt­re­li­gi­ons­tag 2020

Der Welt­re­li­gi­ons­tag wur­de 1950 in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka ins Leben geru­fen, um dar­an zu erin­nern, dass die Reli­gio­nen der Welt sich in ihren grund­le­gen­den Glau­bens­sät­zen kaum unter­schei­den. Der Tag wird jeden drit­ten Sonn­tag im Janu­ar began­gen. [1] Mit die­sem Tag wird auch zu reli­giö­ser Tole­ranz aufgerufen.

Für die Tren­nung von Staat und Religion

Die Reli­gi­ons­frei­heit nach Art. 4 GG zu garan­tie­ren ist Ver­pflich­tung für das Staats­we­sen. Unter Reli­gi­ons­frei­heit ver­ste­hen wir PIRATEN nicht nur die Frei­heit zur Aus­übung einer Reli­gi­on, son­dern auch die Frei­heit von reli­giö­ser Bevor­mun­dung. Wir erken­nen und ach­ten die Bedeu­tung, die indi­vi­du­ell geleb­te Reli­gio­si­tät für den ein­zel­nen Men­schen erlan­gen kann.

Trotz der von Ver­fas­sung wegen garan­tier­ten Reli­gi­ons­frei­heit ist das Staats­we­sen der Bun­des­re­pu­blik nicht frei von reli­giö­ser (und welt­li­cher) Pri­vi­le­gie­rung der tra­di­tio­nel­len christ­li­chen Kir­chen. Die welt­an­schau­li­che Neu­tra­li­tät des Staa­tes her­zu­stel­len ist eine für die Ent­wick­lung des Gemein­we­sens not­wen­di­ge Vor­aus­set­zung. Ein säku­la­rer Staat erfor­dert die strik­te Tren­nung von reli­giö­sen und staat­li­chen Belan­gen; finan­zi­el­le und struk­tu­rel­le Pri­vi­le­gi­en ein­zel­ner Glau­bens­ge­mein­schaf­ten, etwa im Rah­men finan­zi­el­ler Ali­men­tie­rung, bei der Über­tra­gung von Auf­ga­ben in staat­li­chen Insti­tu­tio­nen und beim Betrieb von sozia­len Ein­rich­tun­gen, sind höchst frag­wür­dig und daher abzu­bau­en. Im Sin­ne der Daten­spar­sam­keit ist die Erfas­sung der Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit durch staat­li­che Stel­len auf­zu­he­ben, ein staat­li­cher Ein­zug von Kir­chen­bei­trä­gen kann nicht gerecht­fer­tigt wer­den. [2]

How To Kirchenaustritt

So lan­ge die gro­ßen christ­li­chen Kir­chen wei­ter­hin vom Staat orga­ni­sa­to­risch und finan­zi­ell unter­stützt wer­den, for­dern wir alle Kir­chen­mit­glie­der auf, aus der Insti­tu­ti­on „Kir­che“ aus­zu­tre­ten. Ande­re reli­giö­se Gemein­schaf­ten – bei­spiels­wei­se vie­le Frei­kir­chen – orga­ni­sie­ren sich statt­des­sen bereits heu­te pri­vat­recht­lich und finan­zie­ren sich durch Spen­den ihrer Mitglieder.
Jede Per­son, die das 14. Lebens­jahr voll­endet hat, kann ihren Aus­tritt aus einer Kir­che beim Stan­des­amt erklä­ren. Die Erklä­rung ist per­sön­lich am Ort des Haupt­wohn­sit­zes abzu­ge­ben. Dazu wird ein Licht­bild­aus­weis benö­tigt. Der Kir­chen­aus­tritt wird mit der Abga­be der Erklä­rung sofort wirk­sam. Die Kir­chen­steu­er­pflicht endet mit Ablauf des Kalendermonats.

Die Erklä­rung des Kir­chen­aus­trit­tes ist in Braun­schweig nur nach vor­he­ri­ger Ter­min­ver­ein­ba­rung mög­lich. Eine schrift­li­che Erklä­rung an das Stan­des­amt durch einen Brief oder eine E‑Mail ent­spricht nicht der vor­ge­schrie­be­nen Form. Die Erklä­rung durch einen Bevoll­mäch­tig­ten ist eben­falls nicht möglich.

Die Gebühr für die Ent­ge­gen­nah­me einer Erklä­rung über den Kir­chen­aus­tritt beträgt 25 EUR, die sowohl in bar als auch mit EC-Kar­te bezahlt wer­den können.

Adres­sen sowie wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind unter [3] zu finden.

Kin­der, die das 14. Lebens­jahr voll­endet haben, erklä­ren ihren Kir­chen­aus­tritt ohne Zustim­mung des gesetz­li­chen Ver­tre­ters selbst. Soll der Kir­chen­aus­tritt für Kin­der unter 14 Jah­ren erklärt wer­den, müs­sen dies die Sor­ge­be­rech­tig­ten tun.

Quel­len:

[1] en.wikipedia.org/wiki/World_Religion_Day
[2] wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm
[3] braunschweig.de/standesamt/