Uns erreich­te eine Anfra­ge von regio­nal­braun­schweig mit der Bit­te um Stel­lung­nah­me zur Ent­schei­dung, dass das Park­deck an der Stadt­hal­le nicht als Denk­mal aus­ge­wie­sen wird. In der Stel­lung­nah­me der Ver­wal­tung hieß es:

„Das Lan­des­amt habe somit die Argu­men­te der Stadt, war­um das Park­deck kei­nen Denk­mal­wert hat, posi­tiv gewür­digt. Die jet­zi­ge Ent­schei­dung des Lan­des­am­tes ver­schaf­fe der Stadt bei der wei­te­ren Pla­nung auf dem Grund­stück, nicht zuletzt mit Blick auf den vor­ge­se­he­nen Hotel­bau, mehr Fle­xi­bi­li­tät. Gleich­wohl müs­sen bei Ver­än­de­run­gen im Stadt­hal­len­um­feld als auch bei der Sanie­rung des Gebäu­des Denk­mal­schutz­aspek­te berück­sich­tigt werden.“

Hier die Statements:



Maxi­mi­li­an P. Hahn, Die PARTEI,
Vor­sit­zen­der von DIE FRAKTION P²

Ich fin­de es sehr sehr scha­de, dass das Park­deck nun doch nicht unter Denk­mal­schutz steht. Das Park­deck – im Bau­stil des Bru­ta­lis­mus errich­tet – hat das Bahn­hofs­vier­tel erst so rich­tig gemüt­lich gemacht hat.


Chri­sti­an Bley, PIRATEN,
Mit­glied im Bau- sowie Pla­nungs- und Umwelt­aus­schuss für DIE FRAKTION P²

Ich hat­te fest damit gerech­net, dass die­se „Augen­wei­de aus wohl­ge­form­tem Beton“ unter Denk­mal­schutz gestellt wird. Wir alle haben so posi­ti­ve Erin­ne­run­gen an die­ses Park­deck: Sei es das freu­di­ge Ent­rich­ten der Park­ge­büh­ren, das uns jedes Mal wie­der das Herz erwärmt, das Erfas­sen und Spei­chern der PKW-Kenn­zei­chen beim Besuch oder ein­fach das Bestau­nen die­ser archi­tek­to­ni­schen Meisterleistung.

Mein erster Besuch in Braun­schweig begann am Haupt­bahn­hof mit einer Fahrt mit der 419. Als ich die Stadt­hal­le und das angren­zen­de Park­deck sah, dach­te ich: „WTF!?“. Nach und nach habe ich mich dann an die­ses Mon­strum gewöhnt. Ja, das Park­deck ist ein mar­kan­tes Gebäu­de – und trotz­dem hässlich. 

Von daher fin­de ich es posi­tiv, dass dort kein Denk­mal­schutz aus­ge­wie­sen wur­de und somit an die­ser Stel­le dann dem­nächst ein ande­res, mar­kan­tes und hof­fent­lich schö­ne­res (!) Gebäu­de sei­nen Platz fin­den wird. Und natür­lich wird weder der Bau des Hotels noch die Sanie­rung der Stadt­hal­le rei­bungs­los ablau­fen. Bei einem Pro­jekt in der Grö­ßen­ord­nung muss man immer mit Unvor­her­ge­se­he­nem rech­nen. Und wenn das Unvor­ge­her­ge­se­he­ne posi­tiv sein soll­te – umso bes­ser. Also, las­sen wir uns überraschen.